Zahnpflege - Medizin & Fitness
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Zahnfleischentzündung - lästig, aber harmlos

Das Zahnfleisch reagiert empfindlich auf Bakterien, die sich am Übergang zum Zahn ansiedeln. Die Entzündung legt sich meist nach wenigen Tagen.

Entzündung des Zahnfleischs - lästig aber harmlos

Das Zahnfleisch, von Ärzten Gingiva genannt, wirkt wie eine Barriere: Es bindet fest an den Zahn und schließt dessen Wurzel dicht von der Mundhöhle ab. Dies schützt die empfindlichen Teile des Zahns vor dem Befall durch Bakterien, der schwere Schäden verursachen kann.

Entzündung des Zahnfleischs - lästig aber harmlos

Empfindliche Stellen zwischen Zahn und Zahnfleisch

Eine kritische Stelle ist jedoch die Grenzfläche zwischen Zahn und Zahnfleisch. Hier bilden sich leicht Plaques, in denen sich Bakterien ungestört vermehren1. Das Immunsystem wird früher oder später auf die Plaques aufmerksam und löst eine Entzündung aus. Die hilft bei der Mobilisierung der Abwehrkräfte, um die Erreger schnell zu beseitigen.

Mechanische Reize können ebenfalls eine Zahnfleischentzündung oder Gingivitis auslösen. Spitze Gegenstände, Zahnbürsten mit gesplitterten Borsten oder harte Bestandteile von Lebensmittel verursachen kleine Wunden, in die Bakterien eindringen und das Immunsystem aktivieren. Viele weitere Faktoren können den Verlauf einer Zahnfleischentzündung verschlimmern, darunter der Konsum von Alkohol und Tabak sowie starker Stress2.

Die Entzündung macht sich mit den typischen Symptomen bemerkbar: Blut und Immunzellen strömen in das Gewebe, welches sich rötet und leicht anschwillt. Bei Berührung entwickelt sich ein leichter Schmerz. Zahnfleischbluten ist eine häufige Nebenerscheinung, die schon durch Essen oder Zähneputzen hervorgerufen werden kann.

Zahnfleischentzündung heilt meist von selbst

Allerdings bleibt das Zahnfleisch die ganze Zeit über fest am Zahn haften: Die Entzündung kann sich nicht in Richtung Kiefernknochen ausbreiten, und auch die Zähne geraten zu keiner Zeit in Gefahr.

In der Regel heilt die Zahnfleischentzündung schnell wieder ab: Sie ist innerhalb weniger Tage verschwunden, ohne dass dazu besondere Maßnahmen nötig wären. Da keine bleibenden Schäden zurückbeleiben, ist eine akute Zahnfleischentzündung eine eher harmlose Erkrankung.

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn die Zahnfleischentzündung sich nicht rasch auflöst, sondern in eine chronische Form übergeht. Ein Zahnarzt muss dann eingreifen und verhindern, dass die chronische Entzündung in eine gefährliche Parodontitis übergeht. Für den Betroffenen ist dieser Übergang kaum zu spüren, aber die Folgen sind weitreichend - im schlimmsten Fall droht der Verlust des Zahns.

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Quellen und weiterführende Literatur

  • 1 M. Melzer Zahnfleischentzündung (Gingivitis): Was hilft, Apothekenumschau, Stand April 2020 (Link)
  • 2 Deutsche Gesellschaft für Parodontologie, Parodontale Gesundheit und Gingivitis, März 2019 (Link)
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