Zahnpflege - Medizin & Fitness
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Karies und Parodontitis – einfach vorbeugen

Wenn sich Bakterien ungestört im Mund ausbreiten, verursachen sie Karies, Zahnfleischentzündung und Parodontitis. Eine regelmäßige und sorgfältige Mundhygiene entzieht den Keimen die Lebensgrundlage.

Kariesvorsorge: Zähneputzen, Zwischenräume säubern, gesunde Ernährung

Fast jeder Deutsche leidet oder litt an Karies, in höherem Alter kommt oft noch eine Parodontitis dazu. Dabei ist die Vorsorge im Grunde ganz einfach...

Kariesvorsorge: Zähneputzen, Zwischenräume säubern, gesunde Ernährung

Die drei wichtigsten Maßnahmen

1. Regelmäßige Mundhygiene

Die Ursache schlechter Zähnen sind fast immer Bakterien, die sich ungehindert im Mundraum vermehren und hartnäckigen Zahnbelag oder Plaques bilden. Eine gewissenhafte Mundhygiene entzieht den Keimen die Grundlage. Zwei Maßnahmen sind ein absolutes Muss:

Zähneputzen
Zweimal täglich etwa drei Minuten, morgens und besonders gründlich abends vor dem Schlafengehen. Dabei aber nicht übertreiben, denn zu aggressives Putzen greift den Zahnschmelz an. Vorsicht auch beim Genuss von säurehaltiger Nahrung oder Getränken – vor dem Zähneputzen möglichst eine Pause von 30 Minuten einlegen1.

Zahnzwischenräume reinigen
Die Räume zwischen den Zähnen sind für Zahnbürsten kaum zu erreichen. Daher bilden sich gerade hier gerne hartnäckige Zahnbeläge aus, die Bakterien ideale Bedingungen bieten. Mindestens jeden zweiten Tag sollten die Zahnzwischenräume daher mit Zahnseide oder Interdentalbürsten gereinigt werden, bei Bedarf auch öfter.

2. Gesunde Ernährung

Zucker ist die Grundlage für Bakterien, die Säure produzieren und dabei Karies verursachen. Bei der Ernährung sollte also möglichst darauf geachtet werden, den Gehalt an Zucker und Stärke zu reduzieren. Stattdessen gilt es, eine ausreichende Versorgung mit Fluorid (etwa durch Kochsalz) sicher zu stellen2.

Kritisch sind auch stark zuckerhaltige Getränke, die ständig aufgenommen werden. Sie bilden eine ideale Grundlage für Bakterien. Bei Kleinkinder ist ein Dauernuckeln mit gesüßten Tees unbedingt zu vermeiden.

3. Kontrolle durch den Zahnarzt

Karies braucht Zeit, um sich zu entwickeln. Der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt ist daher Pflicht, am besten zweimal im Jahr. Der Zahnarzt kann mit einer gründlichen Prophylaxe Karies und Parodontitis vermeiden oder den Schaden durch einen frühzeitigen Eingrill begrenzen3.

Zusätzliche Maßnahmen

  • Viel trinken: Ein trockener Mund ist von Nachteil, da Speichel die Säuren neutralisiert und so vor Karies schützt4.
  • Zuckerfreie Kaugummis: Kauen regt den Speichelfluss an und kann dazu beitragen, das Karies-Risiko zu senken.
  • Professionelle Zahnreinigung: Der Zahnarzt entfernt alle Beläge und beugt so Karies und Parodontitis vor.
  • Fissurenversiegelung: Die feinen Rillen auf der Zahnoberfläche bieten den Bakterien einen guten Angriffspunkt, der durch eine Versiegelung geschützt werden kann.
  • Vorsicht bei Kleinkindern: Neugeborene haben keine Kariesbakterien, die Eltern sollten daher verstärkt auf eine gründliche Mundhygiene achten, um eine übermäßige Weitergabe an ihre Kinder zu vermeiden5.
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Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel gibt den aktuellen Stand des Wissens wieder. Er enthält jedoch nur allgemeine Hinweise, die nicht für eine Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung geeignet sind. Einen Arztbesuch kann er auf keinen Fall ersetzen.

Quellen und weiterführende Literatur

  • 1 Kassenzahnärztliche Vereinigung Hessen, Zahnpflege und Mundhygiene – Tipps für gesunde Zähne ein Leben lang, Stand Oktober 2014 (Download)
  • 2 Informationsstelle für Kariesprophylaxe, Die 4 Säulen der Kariesprophylaxe, Deutscher Arbeitskreis für Zahnheilkunde, abgerufen August 2021 (Link)
alle Referenzen anzeigen
  • 3 Zahnklinik Bochum, Karies – wie kann man vorsorgen?, abgerufen August 2021 (Link)
  • 4 Apothekenumschau, Vorbeugen: Was schützt vor Karies?, Stand August 2018 (Link)
  • 5 Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein, Zahnpflege für Babys, zahnpatienten.info, abgerufen August 2021 (Link)
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